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Vereinsgelände

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Sie kommen aus der Immobilienbranche. Welches Interesse haben Sie oder Ihr Unternehmen an den Grundstücken des Vereins? Bahnt sich hier nicht ein Interessenskonflikt an?

Aus meiner Sicht ist ein Verkauf von Vereinsgrundstücken an Unternehmen, die in Verbindung mit Aufsichtsratsmitgliedern stehen, ausgeschlossen.

Welche Meinung haben Sie grundsätzlich zum Verkauf des Vereinsgrundstückes?

Ein Grundstücksverkauf steht aktuell nicht im Raum. Sollte sich dies in Zukunft ändern, müssen aus meiner Sicht zunächst folgende Fragen geklärt werden:

  1. Sind die Mitglieder überhaupt bereit das Grundstück aufzugeben?
  2. Werden durch den Verkauf klare strategische Vorteile für den Verein erzielt (z.B. Zusammenführung von Trainingsgelände, Verwaltung, NLZ und Stadion an einem Ort)?
  3. Wird durch einen Verkauf genug Kapital erlöst, um das neue Clubgelände zu finanzieren und damit zu realisieren?
  4. Gibt es ein in Größe, Lage und Qualität geeignetes neues Grundstück?
  5. Der Erlös darf ausschließlich in die Zukunft des Vereins also in mittel- und langfristige Projekte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Vereins investiert werden.


Sollten sich der Verein mit einer Verkaufsabsicht tragen, werde ich mein Fachwissen einbringen, um ein Konzept zu erarbeiten, das sich an den genannten Punkten orientiert. Meine umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Grundstücken (derzeit entwickelt das Evangelische Siedlungswerk bayernweit 1.800 bezahlbare
Mietwohnungen) wird dem Verein helfen, nicht „über den Tisch gezogen" zu werden und den maximal möglichen Erlös zu sichern. Das Vereinsinteresse steht hier über allem, persönliche Interessen verfolge ich nicht.

Stadion

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Das Thema Stadion brennt vielen Clubfans unter den Nägeln. Wie ist Ihre Haltung dazu?

Unser „Achteck“ hat Charme, aber Charme alleine macht uns nicht wettbewerbsfähig. Ein Blick auf die Konkurrenz in allen drei Profi-Ligen zeigt: Wir laufen hier hinterher.

Ich persönlich finde es richtig, dass mit dem Stadion unsere Vereinslegende Maxl Morlock geehrt wird. Dass die Stadt Nürnberg auch weiterhin daran festhält, halte ich für wichtig.

Aus meiner Sicht muss ein reines Fußballstadion kommen (ob durch Um-, An- oder Neubau).
Es darf kein weiteres „Rumgeeiere“ geben, sondern es muss für diese Frage endlich von allen Seiten (Stadt Nürnberg, Verein, Fans) ein klarer Plan gefasst und angegangen werden.

Der Club ist das Aushängeschild der Stadt Nürnberg. Durch ein modernes Stadionerlebnis ergeben sich Synergieeffekte für Stadt, Wirtschaft und Verein. Ich werde mich mit Expertise und Leidenschaft einsetzen, dafür politische und wirtschaftliche Unterstützung zu erhalten.

Sportliche Kompetenz im Aufsichtsrat

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Als Geschäftsführer eines Wohnungsunternehmens besitzen Sie keine sportliche Kompetenz. Hat uns aber nicht gerade diese im Gremium gefehlt?

Die zentrale Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, dafür Sorge zu tragen, dass es dem Verein wirtschaftlich gut geht und dass die richtigen Rahmenbedingungen für den Erfolg geschaffen werden. Ein Aufsichtsrat benötigt also vor allem Mitglieder, die mit Gremienarbeit vertraut sind, unternehmerische Expertise besitzen und wirtschaftliche Erfolge nachweisen können.

Sportliche Kompetenz benötigt der Verein vor allem im operativen Bereich, d.h. in der Vorstandsebene (und in der darunter liegenden Struktur). Der Aufsichtsrat muss deshalb vor allem bei seiner Personalauswahl erfolgreich sein. Hierbei und generell in Fragen, die das Sportliche betreffen, sollte sich der Aufsichtsrat extern beraten lassen durch Fußballfachleute, die mit Know-How und unverstelltem Blick auf die Dinge blicken.

Ich werde mich dafür einsetzen, für diese unterstützende Tätigkeit respektable Persönlichkeiten aus der Fußballwelt zu gewinnen, die Erfolge vorzuweisen haben, große Erfahrung mitbringen und unternehmerisch denken können.

Zukünftige Vereinsstruktur

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Um den Verein in die Zukunft zu führen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wird vielfach über eine Ausgliederung und eine generelle Strukturreform diskutiert. Welche Position vertreten Sie in dieser Debatte?

Beim Thema Vereinsstrukturreform müssen wir anfangen, uns den Realitäten zu stellen und eine Struktur anstreben, die einerseits eine professionelle Führung und Handlungsfähigkeit unseres Vereins als Wirtschaftsunternehmen ermöglicht und andererseits die Teilhabe der Mitglieder sicherstellt. 

Eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung müsste sehr gut durchdacht sein; sie ist aus meiner Sicht nicht zwingend sinnvoll, da es keine „eingebaute Torgarantie“ (d.h. keinen sicheren Erfolg) gibt.